Edler Rosé erklimmt Platz 1:
Niepoorts ›Redoma Rosé 2009‹ als bester portugiesischer Rosé ausgezeichnet (Quelle: Weinwelt (D) - 3/2010)
Die Redaktion »Weinwelt « hat für ihre Leser die große Vielfalt internationaler Roséweine unter die Lupe genommen. In der Ausgabe 3/2010 (April/Mai) sind neben einem Grundsatzartikel zum Thema auch die ausführlichen Verkostungsergebnisse nachzulesen.
Platz 1 ging punktgleich mit einem Spanier (Portal del Montsant, ›Brunus Rosé‹) an den portugiesischen ›Redoma Rosé 2009 ‹ von Niepoort (D.O.C. Douro ). Über ihn schreiben die Verkoster: „Der Top-Rosé 1: Eigentlich schon näher an einem hervorragenden Rotwein als an einem Rosé, aber mit einzugartiger Frische für diese tolle Struktur, intensive, komplexe Nase mit Sauerkirsche, Anis, Fenchel, spürbare Tannine (Fassprobe) … Speisenempfehlung : So ein edler Rosé darf ruhig auch mal zu gegrillten Schalentieren auf den Teller. Bewertung: 3 Sterne/herausragend.”
Flascheninhalt: 0,75 ltr.
Charakter: Dichtes, leuchtendes Lachsrot; in der Nase reichhaltige, komplexe Fruchtaromen ; im Mund eine schöne Säure und dezente Frucht; zum Teil im Tank, zum Teil in neuen Barriques vergoren ; besitzt durch seinen Fassausbau ein solides Rückgrat, das es ihm erlaubt, selbst opulente Speisen zu begleiten; kein leichter, einfacher Rosé ; vielmehr ein echter Redoma, ein Wein zum Auseinandersetzen; ausgefallen, kurios, für Spezialisten.
Rebsorte: Tinta Amarela/Tinta Roriz/Touriga Franca/Touriga Nacional
Auszeichnungen: „Einer der beeindruckendsten Roséweine der Welt … Das Ergebnis
seltenen Ehrgeizes.“ (Jahrgang 2001), Stuart Pigott, FAZ AM SONNTAG 7/2003
„Es ist der beste Rosé, den ich je von der Iberischen Halbinsel
getrunken habe ...“ (Jahrgang 2001), Martin S. Lambeck, WELT AM
SONNTAG 7/2003
Das Weingut: Gründungsdatum: 1842
Wenn man in zurückliegenden Zeiten über Niepoort sprach, dachte man vorrangig an Portwein , der hier seit fünf Generationen erzeugt wird. 1842 von Eduard Kebe gegründet, ist Niepoort zwar „nur” eines der kleinsten Portweinhäuser, dafür aber eines der Feinsten. Kaum ein anderer Erzeuger am Douro bietet seit vielen Jahren eine solch umfassende Produktpalette an unterschiedlichen Qualitäten. Der »Wine Spectator « verglich die Rolle von Niepoort einmal mit der von Krug in der Champagne: klein, aber fein, von einer Qualität, wie sie nur wenige Produzenten erzeugen. Dirk van der Niepoort ist 1987 in die Fußstapfen seines Vaters Rolf getreten und hat bestehende Traditionen um neue Ideen bereichert.
So gehört heute das Thema Late Bottled Vintage (L.B.V.) das auch bis 2005 noch von vielen Portwein-Häusern sträflich vernachlässigt wird, mittlerweile zu den Aushängeschildern der Kellerei. Dirk Niepoort persönlich hat sich dem L.B.V. angenommen – zahlreiche Auszeichnungen und positive Degustationsnotizen wie „Der Wein müsste eigentlich auf den Drogenindex, denn davon kann man nicht genug kriegen“ (»Weinwelt «), bestätigen sein Engagement für das ehemalige Nischenprodukt. Aber auch mit den Vintage -Jahrgängen 1994, 1997, 2000, 2001 und 2003 festigt das Haus Niepoort endgültig seinen Platz an der Sonne der Top-Portwein-Erzeuger im Segment der klassischen Vintage-Shipper.
Mit dem 1987 erfolgten Eintritt von Dirk van der Niepoort in das heute 164 Jahre alte Traditionshaus entwickelten sich neue Ideen, startete Niepoort fortan auch mit der Produktion von Tischweinen . Seitdem er die Verantwortung trägt, tritt das Familienunternehmen auch vermehrt in der Öffentlichkeit auf Messen und Verkostungen auf, um für die Niepoort'sche Weinwelt zu werben.
Nach Lehr- und Studienjahren, die Dirk van der Niepoort u. a. nach Kalifornien an die Davis-Universität und zur von Manfred Esser geleiteten Kellerei Cuvaison im Napa Valley führte, kehrte er mit vielen Eindrücken zurück, die seitdem in seine Arbeit einfließen und spielt erfolgreich die Rolle des Visionärs.
Zusammen mit seinen Mitstreitern und Önologen geht er heute seinen eigenen Wege, ohne aber mit alten Traditionen und dessen Erfahrungen zu brechen. Heute gilt Niepoort als einer der innovativsten und unkonventionellsten, aber auch erfolgreichsten Weinmacher Portugals. Nur wenige beherrschen wie er das Zusammenspiel von Tradition und Moderne. Als Resultat präsentiert der 42-jährige Querdenker der Weinwelt beeindruckende Weiß-, Rosé- und Rotweine: ›Fabelhaft Tinto ‹, ›Vertente Tinto ‹, ›Tiara Branco ‹, ›Redoma Branco ‹, ›Redoma Branco Reserva ‹, ›Redoma Rosé ‹, ›Redoma Tinto ‹, ›Batuta Tinto ‹ und ›Charme Tinto ‹ lauten die klangvollen Namen der heute international geschätzten und gesuchten Tropfen.
Mit „Dirk van der Niepoort räumt nicht nur beim Port auf, er produziert wohl auch Portugals beste Tischweine“, startete das Weinmagazin »Vinum « im Februar 2004 ihren Artikel über den engagierten Weinmacher aus dem Douro und beendet ihn mit dem ebenso erfreulichen wie nachvollziehbaren Fazit: „Portugal, wie es Spaß macht.“

Ihm gehen scheinbar nie die Ideen aus: Dirk van der Niepoort